Im Unterricht dazugehoeren!

Gallery Image Gallery Image Hi, ich bin Lisa und bin hier in Neuseeland seit 9,5 Monaten. Zu meinem Bedauern habe ich nur noch gute 5 Wochen hier bevor ich nach Hause gehe.

Ich wurde gefragt zu berichten, wie man sich im Unterricht integrieren kann und Spass hat. Wie mir gesagt wurde sind hier viele Internationals, die finden, das die Lehrer sie nicht integrieren, sie nichts lernen und eigentlich nur ihre Zeit hier verplaempern. Das trifft auf mich nicht zu.
Ich mache hier meinen Abschluss. Ja, ich weiss, klingt komisch, aber ist sehr praktisch. Das neuseelaendische NCEA Level 3 (quasi das neuseelaendische Abi) wird an deutschen Unis anerkannt und so komme ich zurueck und kann gleich an die Uni, eine Ausbildiung machen oder fuer was auch immer ich mich letzendlich entscheide. Um das zu machen war fuer mich natuerlich von Anfang an klar, ich muss mich hier anstrengen und im Unterricht integrieren. Das war am Anfang gar nicht so leicht. In Jahr 12 und Jahr 13, besonders in Term3 und Term4, fokusieren die Lehrer unglaublich auf die end of the year exams. Weil viele Internationals so wie so nicht am Lernen interessiert sind und einfach nur ihre Zeit absitzen, "verschwenden" die meisten Lehrer ihre Zeit nicht damit sie vom Gegenteil zu ueberzeugen. Das fuehrt wohl zu einer art Uebereinkunft von Lehrer und International sich im Unterricht gegenseitig in Frieden zu lassen. Wenn ihr allerdings was lernen wollt oder vielleicht in Faechern wie Physik und Mathe auch einfach am Ball bleiben muesst, dann sagt das euren Lehrern. Die sind alle gluecklich wenn ihr was lernen wollt. Am Anfang mag es nicht so scheinen und man muss ziemlich penetrant immer wieder sagen, dass man was lernen moechte und interessiert ist, aber nach spaetestens 2-3 Wochen, haben die Lehrer es sich auch gemerkt und man wird behalndelt wie jeder Kiwi-Schueler. Das beinhaltet dann natuerlich auch die "negativen" Seiten, wie das man Hausaufgaben machen sollte (wenn man schon mal welche aufkriegt), erwartet wird das man sich in Tests anstrengt und nicht zu viel schwaetzen sollte.
Das ist der leichtere Part, der schwerere ist, in die richtigen Faecher zu kommen, die einem so weiterhelfen und den Schwierigskeitsgrad haben, den man moechte. Glaubt mir, ich habe das nicht alzu gut gemeistert, wegen einigen Bestimmungen fuer NCEA Level 3, die ich erst hinterher heraus gefunden habe, musste ich in der Mitte von Term3 3 von meinen 5 Faechern wechseln, und da sass ich da mit Faechern wie Accounting, wo ich 3 jahre aufholen muss/musste und hatte 10 wochen bis die Examen anfangen. Aber das soll euch keine Angst machen. Ganz im Gegenteil mit der Hilfe von Lehrern und Mitschuelern bin ich jetzt gut dabei und habe das meiste aufgeholt. Wenn ihr die Examen nicht braucht fuer eure deutsche Schule oder um den Abschluss zu machen, dann muesst ihr die auch gar nicht schreiben und habt somit da kein Problem.
Aber ein paar grundlegende Regeln: wer was lernen will, sollte in die hohen Klassen (hier gibt es pro Jahrgansstufe drei verschiedene
Schwierigkeitsgrade) gehen und in die 12 oder 13.
Die Lehrplaene haben andere Reihnfolgen als in Deutschalnd, das heisst wenn ihr zum Beispiel in die top 12 oder 13 Matheklasse geht, dann wird manches ganz leicht sein (fuer mich war das zB differenzieren) und von manchem habt ihr vielleicht noch nie was gehoert. Da kann man nichts dran aendern und da muss man halt dann durch. Seht es als gute Wiederholung an! Um von Anfang an den richtigen Kurs zu finden, fragt die Lehrer nach Zetteln, wo steht was deren Kurs in dem Jahr macht und entscheidet damit dann, welcher Kurs der richtige ist, wo ihr am wenigsten schon wisst und am meisten Neues lernt.
Und noch eine Sache: ich habe kaum "Spassfaecher", wie outdoor education, marine studies oder hospitality, was ich sehr bedauere. Guckt mal bei Ludgers story und dann wisst ihr warum ich euch das dringend empfehle, so was zu machen. In solchen "Spassfaechern" wird man auch leichter integriert und ist schnell dabei und mittendrin.
Schule ist hier ein grosser Part des Tages. Und dadurch das die meisten Kiwis Nebenjobs haben, sieht man sich unter der Woche oft nur in der Schule. Deshalb ist es schon cool wenn man Faecher hat die Spass machen oder euch weiterbringen. Also es lohnt sich, sich in der Richtung zu informieren, wenn man hier ist, und auch zur Not zwei Mal einen Kurs zu wechseln (was so wie so quasi schon normal ist).

Ich wurde gefragt einen Bericht ueber das Integrieren in den Unterricht und wie man die richtigen Faecher waehlt zu schreiben. Aber um ehrlich zu sein, ich wuerde mir nicht zu viele Gedanken darueber machen.
Faecher wechseln, falls ihr falsche Entscheidungen getroffen habt, ist relativ einfach und die Auswahl ist riesig. Ihr braucht auch nur 6 (in der 12) oder 5 (in der 13) Faecher waehlen (was ich fand ist zu wenig, es gibt so viele Faecher die ich gerne ausprobiert haette). Und ich habe von vielen Internationals gehoert, dass sie kein Problem mit Intergration in den Stunden hatten und gute und spassige Faecher gehabt haben.
Also, ganz nach dem easy-going hier in Neuseelaend:
keep cool and just be flexible!
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