Ich bin fuer 5 Monate in Neuseeland am Mount Maunganui College und kann mich selbst jetzt noch,einen Monat vor der Heimkehr, noch bestens an den Anfang erinnern!Nachdem ich meinen Jet-lag (der sich ungerechterweise ueber die ganze erste Woche hingezogen hat!) einigermassen ueberlebt hatte,hat meine Gastmutter gleich beschlossen mit der ganzen Familie und mir den Mount zu besteigen. Meine 10 und 4 jaehrigen Gastschwestern zogen mich sofort voller Begeisterung ins Auto und samt 1 jaehrigem Gastbruder im Gepaeck ging es dann innerhalb von 5 Minuten zum Mainbeach, entlang der Ocean beach Rd, die neben einem unglaublich traumhaften Blick aufs Meer auch Haeuser im Stil von Hollywoodvillen aufweist. Der Mainbeach selbst ist ein beliebtes Urlaubsziel auch fuer Kiwis,was bei den idealen Surfbedingungen und den "Hotpools" (ein sehr entspannendes Schwimmbad, das sein Wasser aus Heissenquellen unter der Erde bezieht) direkt am Mount gut nachzuvollziehen ist :) Der Anfang unsrer Kletteraktion war noch sehr muehelos: Meine juengere Gastschwester war voll auf damit beschaeftigt den schafen "Hello" zu sagen, die ueberall auf dem Mount grasten (Nebenbei bemerkt der einzige Platz an dem ich wirklich viele Schafe gesehn habe in Neuseeland, es gibt hier viel mehr KUEHE entgegen der allgemeinen Meinung!) Waehrend meine Gastmutter mir zeigte, dass die kleine Insel, die vom Mainbeach aus erreichbar ist, aussieht wie ein Krokodil und deshalb "Crocodile-island" genannt wird, hatte ich genuegend Zeit mich halb tot zu fotographieren an der unglaublich schoenen Aussicht auf ein strahlend blaues Meer und den scheinbar immer kleiner werdenden Stadtteil Mount Maunganui.
Nachdem wir nach 15 Minuten erst zur Haelfte oben waren und meine Gastschwestern neben den Palmen in der Februarhitze doch etwas quaengelig wurden, fing meine Gastmutter mal spontan ein Wettrennen an mit den Worten "ReadyGO!". Richtig fit dafuer fuehlte ich mich als grade-aus-dem-Winter-gekommene-Europaerin natuerlich nicht aber als mein Gastvater mit dem Baby auf dem Ruecken auch gleich mitlief, konnte ich ja wohl nicht alleine zurueck bleiben.Und Schwups: Nach 10 Minuten waren wir auch schon oben, zwar voellig kaputt, aber so sind die Kiwis halt: Spontan und unkomplieziert. Der Aufstieg hatte sich allerings definitiv gelohnt! Die Aussicht von allen Enden auf der Spitze des Mounts haette jede Postkarte neidisch gemacht. Meine Gastmutter gestand mir dann auch gleich, dass sie in den 4 Jahren in dennen sie hier jetzt leben erst 1 Mal auf den Mount gestiegen sind und dabei sogar Killerwale weiter weg im Meer gesehn haetten. Das Glueck hatte ich leider nicht dafuer aber ein kleines Picknick. Trotz der Hitze unten am Strand war es erfrischend windig oben auf den Mount,was den Abstieg um so leichter machte.

Nicht fuer mich allerings, da ich meine kleine Gastschwester nach 5 Minuten einfach runter getragen habe, weil das Maedchen natuerlich wie zu jeder Angelegenheit barfuss mitgekommen war. Immerhin war sie mit ihren 4 Jahren doch angenehm leicht und nachdem ihr ein Eis bei der einzigen Waffel-Eisdile direkt gegenueber der Hotpools angeboten wurde, lief sie auch ganz tapfer die letzten Schotterwege und Stufen alleine runter (was alles erstaunlich viel schneller ging als noch beim Aufstieg!) Inzwischen war ich mit Freundinnen schon 2 weitere Male auf dem Mount und es war jedes Mal wieder viel zu schoen um wieder runter zu gehn. Wer jemals auch nur in Tauranga ist, sollte den Mount auf jedenfall auch von oben gesehn haben!
